Wer wir sind

Falls Du uns und unseren Stamm noch nicht  genauer kennst, geben  wir Dir hier einige Informationen über uns:

In Buldern gibt es die Pfadfinder der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) bereits seit 1974. Die DPSG ist mit mehr als 100.000 Pfadfindern der größte der vier weltweit anerkannten deutschen Pfadfinderverbände.

Zur Zeit hat der Stamm Buldern mehr als 50 aktive Mitglieder, davon sind etwa 10 in der Leiterrunde und kümmern sich um die 5 Trupps, die wir momentan haben oder übernehmen andere Aufgaben, wie Vorstand, Kassenwart, Materialwart etc. Alle Leiterinnen und Leiter übernehmen diese Aufgaben ehrenamtlich.

Die Trupps sind je nach Alter der Kinder in verschiedene Stufen eingeteilt:

  • Wölflinge (8 bis10 Jahre)
  • Jungpfadfinder (11 bis 13 Jahre)
  • Pfadfinder (14 bis 16 Jahre)
  • Rover (ab 16 Jahre)

Unsere Aktivitäten:
Jeder Trupp hat eimal die Woche Truppstunde. In den Truppstunden wird gespielt, gekocht, gebastelt, gelabert, gekickert und vieles mehr. Außerdem gehen wir hin und wieder schwimmen, kegeln, ins Kino oder ähnliches.

Jeder Trupp fährt, wenn alles gut geht, ein oder zwei mal im Jahr zusammen zelten. Dafür fahren wir auf einen Zeltplatz hier in der Umgebung um dort ein paar Tage lang das machen zu können, was man schon immer mal wollte: Abenteuerspiele spielen, Kanu fahren oder Baumhäuser bauen, auf jeden Fall aber viel Spaß haben.

In den Sommerferien fahren wir mit allen Kindern und Jugendlichen, die Lust haben, zwei Wochen ins Sommerlager. Daß heißt wir zelten zwei Wochen lang, finden ein Lagermotto, machen Geländespiele und haben einfach nur Spaß. Das Sommerlager ist natürlich immer der Höhepunkt des Jahres.

Außerdem veranstalten wir hin und wieder Fahrten in die Eishalle, in den Zoo, zum Rodeln etc. für alle die Lust haben. So geht es beispielsweise jedes Jahr im Januar für ein Wochenende nach Winterberg zum Rodeln und Ski fahren.

Das sollen fürs Erste genug Informationen sein, falls Du weitere Fragen hast, spreche uns einfach an.

Und jetzt erfahrt Ihr noch die Gründungsgeschichte unseres Stammes:

Die Entstehungsgeschichte des Stamm Buldern

Nach Schilderungen des Gründers des Stamm Buldern, Johannes van Rennings

Die Geschichte des Stamm Buldern geht bis in die 60er Jahre zurück. Seinerzeit betreuten einige Erzieher im Martinistift eine Kolpinggruppe und eine Gruppe der Christlichen Arbeiterjugend. In dem Heim waren damals viele Jugendliche untergebracht, die schon 21 Jahre und auch älter waren. Im laufe der Zeit verjüngten sich allerdings die Gruppen im Stift, so daß die Frage aufkam, ob Jugendarbeit in Richtung CAJ und Kolping noch angebracht sei.
Einer der Erzieher kannte noch aus eigenen Erfahrungen die Pfadfinderarbeit, und so setzte man sich mit der DPSG Diözesanleitung in Sendenhorst bei Münster in Verbindung. Nach Absprache mit dem CAJ und der DPSG wurde dann für die Jugendlichen im Stift auch die Pfadfinderrei angeboten.
In Kursen und Leiterschulungen wurden ältere Jugendliche auf die Aufgabe vorbereitet, eventuell selbst mal eine Gruppe zu leiten. So wurde schon 1972 die ersten Gruppen gegründet, in denen auch Jungen aus der näheren Umgebung, Buldern und Appelhülsen aufgenommen wurden. Auch mehrere Erzieher und Erwachsene aus Buldern konnten für die Pfadfinder gewonnen werden. 1972 fand dann auch die Bannerweihe in der Kappelle des Martinistifts statt.
Zwei Jahre später, 1974, kam es so zu der offiziellen Gründung des DPSG Stamm BUAPMA (Buldern-Appelhülsen-Martinistift).
Die kritische Haltung einiger Bürger erschwerte die Anfänge. Die dankenswerte aktive Mitarbeit vieler Eltern aus Buldern und Appelhülsen, bewegte aber vieles, so daß es bereits in der Adventszeit 1973 zu einem gemeinsamen Weihnachtsbazar im Bulderner Kindergarten kam (Das ist übrigens auch der Beginn des Bulderner Weihnachtsmarktes). Pfarrer Zellerhoff und der damalige Kirchenvorstand standen hinter dieser Aktion und unterstützten alle Aktivitäten.
Es existierten dann schon bald sechs Gruppen die von erwachsenen Mitarbeitern aus Buldern, drei über 21-jährigen Jugendlichen und zwei Erziehern aus dem Martinistift geleitet wurden.
Regelmäßige Elternabende oder -nachmittage in den Gaststätten Hanses und Brodale hatten großen Wert und wurden gut besucht. Die Mitarbeit der Eltern löste viele Aktivitäten aus, die auch von ihnen mitgetragen wurden.
Größere Veranstaltungen fanden im Saale des Martinitiftes statt, der uns zur Verfügung gestellt wurde. Truppstunden fanden in der Regel beim damaligen Vorsitzenden zu Hause statt. Ebenso die Leiterrunden, da unser damaliges Jugendheim in Buldern überbelegt war. 1976 nahmen sechs Leiter unseres Stammes an einem 4-tägigen Fußmarsch von Münster nach Bonn teil. Dieser wurde auf Diözesanebene anläßlich einer Demonstration in Bonn von der kath. Jugend durchgeführt.
über sechs Jahre hin wurde von unserem Stamm der Bezirksvorsitzende gestellt. So trugen wir dann auch zu der Neugründung der Pfadfinderstämme Selm-Bork und Nottuln bei.
Einige Probleme waren in der Anfangszeit des Stammes die Beschaffung von Lager- und Zeltmaterial. Um dieses beschaffen zu können, gingen an den Wochenenden die Pfadfinder aus dem Stift mit einem Erzieher zur Firma Meyer KG in Appelhülsen, um dort Flaschen zu stapeln. Sie verrichteten Dachdecker und Abbrucharbeiten in näherer Umgebung oder räumten Wälder auf.
Die ersten Großzelte konnte bereits ein halbes Jahr später beschafft werden. Ausrüstung für die Lagerküche wurde überall da zusammengesucht, wo es gerade auskam.
Durch die Bezuschussung des Kreisjugendamtes Coesfeld und dem fleißigen Einsatz der Leiterinnen und Leiter kam es zu einem Bestand von Material, das in einem Ferienlager etwa 100 Kindern und Jugendlichen Unterkunft und Versorgung ermöglichte.
Besonders sei hier noch erwähnt, daß seit dem Anfang des Stammes an, ein Leben mit behinderten Kindern und Jugendlichen in den Gruppenstunden, wie auch in den Ferienlagern angestrebt und durchgeführt wurde.
In manchen Lagern war es nicht selten 10 – 15 Behinderten, die teils von den Kindern, als auch von den Leiterrinnen und Leitern umsorgt wurden, ermöglicht, sich im Lagerleben einzubringen. Dies ist auch weiterhin ein Ziel für die Zukunft.

Diese Schilderung ist nur eine Kurzfassung der Entstehung und Geschichte des Stamm Buldern. Eine ausführliche und detaillierte Chronik haben wir uns und euch an dieser Stelle erspart, sie wäre einfach zu umfangreich.